Vielseitig und durchaus sehr gut im Glas – Duckstein

Ducksteiner

Die Fernseh- und Einheitsbiere haben ihre Höhenpunkt langsam überschritten. Wie im Spirituosen-, Kaffee- oder Schokoladenmarkt geht der Trend zu Spezialitäten und Craft-Produkte. Nach einem Siegeszug sondergleichen verlieren die klassischen Pilsbiere gerade bei ambitionierten Biertrinkern an Akzeptanz. Die Verbraucher wünschen (und trinken) wieder signifikant Vielfalt.

Ein weiterer Trend ist in der Gastronomie hinzugekommen. Bier wird wie Wein als Begleiter von Speisen gesehen und zu den verschiedenen Gängen und Speisen werden jeweils spezielle abgestimmte Biere vom Bier-Sommelier angeboten.

Duckstein – eine Bierspezialität wird geboren

In den 1980er Jahren wurde in Braunschweig in der Feldschlößchen Brauerei, die damals eine Tochter der Hamburger Holsten Brauerei war, eine Bierspezialität wieder neu entdeckt: Das Duckstein. Ein Bier, das erstmals urkundlich im Jahr 1640 erwähnt wurde. Das Bier aus Königslutter am Elm, einem kleinen Ort nahe Braunschweig, war damals weit über seine Herkunftsregion hinaus bekannt. Lieferungen gingen in viele Teile Preußens und sogar bis in die Niederlande. Den Namen Duckstein erhielt es von dem sogenannten Tuffstein am Fuße der Lutterquelle. Deren besonders reines Wasser hatte den Ruf, von besonders hoher Qualität zu sein.

Sogar Friedrich Wilhelm I., König von Preußen, gehörte zu Trinkern des rotblonden Bieres. Seine Leidenschaft ging so weit, dass auf sein Geheiß hin drei Braumeister stets vier Wagenladungen Duckstein exklusiv für den Monarchen bereithalten mussten. Duckstein wurde zum Synonym für hochwertigen Genuss. Biertransport war sehr aufwändig und teuer, da musste die Qualität schon sehr überzeugend sein.

Wiederentdeckung als Premiumprodukt

Mit der Zeit wurde es still um Duckstein und es verschwand vom Markt. In den 1980er setzte die gesamt Brauwirtschaft auf Masse, eine schnelle und kostengünstige Produktion und mit hohem Werbedruck konkurrierten die Biermarken. Gleichzeitig verschwanden im Zuge der Branchenkonzentration viele kleine regionale Brauereien vom Markt.

Im Jahre 1987 wurde mit der obergärigen Bierspezialität die alte Brautradition wiederbelebt. Dabei gingen die Verantwortlichen bei Feldschlößchen einen anderen Weg und folgten nicht dem damals aktuellen Branchentrend und setzten auf hohe Qualität.

Es wurde ein aufwendiges Brauverfahren als Garant für hohe Qualität gewählt und das Bier wurde auf Buchenholz gereift. Statt des üblichen Bitterhopfens wurde der geschmacksintensivere, aber deutlich teurere, Aromahopfen verwendet. So entstand die charakteristische rotblonde Farbe und der unverwechselbare Geschmack von Duckstein Original.

In den ersten Jahren wurde Duckstein fast ausschließlich über die gehobene Gastronomie vertrieben und eher kleinere Kontingente gelangten in den Handel. Das war die solide Basis um ein hochwertiges Genussprodukt ohne eine vordergründige Premium-Attitüde zu entwickeln.

Eine Palette von Bierstilen und saisonalen Bierspezialitäten

Die Idee schlug ein und vor allem überzeugte der Geschmack. In immer mehr guten Restaurants waren die speziellen Duckstein-Sommeliergläser zu sehen.  Im nächsten Schritt kamen der einzigartige 8er-Kasten und die formschönen Flasche mit individueller Prägung hinzu. So begann der Siegeszug der Marke, die behutsam und mit Blick auf eine langfristige Entwicklung aufgebaut wurde.

Mittlerweile wurde die Palette der Bierstile ausgebaut. Zu dem Duckstein Original gibt es ganzjährig ein kaltgehopften Opal Pilsener und Weizen Cuvée. Dazu kommen noch die Braumeister-Editionen die regelmäßigen Abstand saisonal die klassische Sorten ergänzen. Seine neue Brau-Heimat hat Duckstein in Lübz in Mecklenburg-Vorpommern gefunden.

Olaf Rauschenbach

Der Duckstein-Braumeister Olaf RauschenbachFoto: Herr vom Meer

Heute ist Olaf Rauschenbach der Kopf hinter Duckstein. Zusammen mit seinem Team entwickelt und braut er neue Bierstile auf Basis der traditionellen Braukunst. Sein Anspruch: Aus dem Gewöhnlichen will er etwas Besonderes für außergewöhnliche Genussmomente zu schaffen.

Duckstein Barkassenfahrt

Kulinarische Begleitung bei der Duckstein Verkostung Foto: Herr vom Meer

In der Tat, das ist ihm gelungen. Anlässlich des Duckstein Festivals in der HafenCity lud Duckstein einige Blogger zu einer Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen ein. Während das Elbpanorama und der Hafen als beste Genuss-Kulisse an uns verzogen wurden Duckstein Bierstile mit den passenden Speisen verkosten. Dazu wurden die einzelnen Duckstein Sorten von Olaf Rauschenbach vorgestellt.

Duckstein Opal Pilsener Grand Cru

Ist als Pilsener eine untergärige Bierspezialität mit einem Alkoholgehalt von 4,9% und 25 Bittereinheiten.  Ein schlankes goldfarbiges Bier, dass durch seine ausgewogene Hopfenbittere und einem ausgeprägten Hopfenaroma, feinen Zitrus- und Mangonoten, überzeugt.

Das untergärige Spitzenpilsener wird mit vier ausgewählten Hopfen- und Malzsorten gebraut. Der hochwertige und feine Opal Hopfen sorgt beim Pilsener Grand Cru für eine fruchtige Note. Das Cuvee wird mit den Aromahopfen Cascade und Hüll-Melon sowie zusätzlich kaltgehopft mit Mandarina Bavaria abgerundet, ergibt sich ein schlankes, goldfarbiges Bier mit einer ausgewogenen Hopfenbittere und einem ausgeprägten Hopfenaroma. Als Malze werden Pilsener, Münchner, Cara Hell und Cara Red verwand.

Herr von Meer empfiehlt als optimale Trinktemperatur 6 – 8 Grad. Das Opal Pilsener Grand Cru ergänzt leichte Speisen aufs feinste.

Duckstein Opal Pilsener Grand Cru

Duckstein Opal Pilsener Grand Cru Foto: Brauerei

Duckstein Weizen Cuvée

Das Weizen von Duckstein mit 5,7% Alkoholgehalt. Ein Weizen mit außergewöhnlicher Intensität. Charakteristisch ist sein vollmundiger würziger Geschmack (Banane und Birne Noten) mit angenehm malzigen, leicht röstigen, Aroma und seine ausgeprägten Frucht- und Gewürznoten.

Auch beim Weizen setzt Olaf Rauschbach auf Aromahopfen (Perle und Saphir), denn sie entwickeln im Brauprozess ein deutlich ausgeprägteres Aromaspektrum gegenüber den herkömmlichen (und preiswerteren) Bitterhopfen. Für das Weizen Cuvée werden edle Kristallmalze verwendet. Weizen-gemäß überwiegt das Malzaroma das Hopfenaroma. Das Duckstein Weizen Cuvée hat 12 Bittereinheiten, 5,7% Alkohol und sollte mit 6 – 9 Grad temperiert sein.

Herr von Meer empfiehlt das Weizen Cuvée zu Salat, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten sowie zu leichten, nicht zu intensiven, Käsesorten.

Duckstein Weizen Cuvee

Duckstein Weizen Cuvee Foto: Brauerei

Duckstein Saphir Kellerbier

Vollmundigkeit mit Betonung des Malzaromas zeichnet viele Kellerbiere aus. Das naturtrübe Duckstein Saphir Kellerbier ist angenehm süffig und elegant durch seine leichte Bitternote. Es überzeugt durch sein fruchtig-florales Bouque. Vier verschiedene Malze und drei Hopfensorten (u.a. Saphir Hopfen) schaffen ein Bier für unvergessliche Sommerabende.

Herr von Meer empfiehlt das Saphir Kellerbier Cuvée als idealen Begleiter sommerlicher Rezepte. Feine Röstaromen von leichten Fleisch- und Geflügelgerichten, Pasta, Suppen, kalten Platten oder Salatkreationen korrespondieren aufs feinste mit einem Bier das 14,5 Bittereinheiten, 5,0% Alkohol hat und seinen optimalen Geschmack bei 6 – 8 Grad entwickelt.

Duckstein Saphir Kellerbier

Duckstein Saphir Kellerbier Foto: Brauerei

Duckstein Original

Mit dem Duckstein Original, einem obergärig auf Buchenholz gereiftem Bier fing alles vor rund dreißig Jahren wieder an. Charakteristisch ist die rotblonde Farbe, ein leicht karamellartigem Geschmack, der Spannung durch eine feinbitterer Note erhält. Angelehnt ist es am Red Ale-Bierstil. Charakter geben dem Bier hochwertige Kristallmalze und der Perle Aromahopfen. Gerade bei Frauen ist der cremige Schaum besonders beliebt.

Herr von Meer empfiehlt Duckstein Original schon ab 4 Grad zu trinken. Die 7 Grad Trinktemperatur sollten bei dem Bier, das 27 Bittereinheiten und einen Alkoholgehalt von 4,9% hat, nicht überschritten werden. Das Duckstein Original empfiehlt sich als Begleiter zu kräftigen Speisen mit einem intensiven Fleischaroma, Geräuchtertem oder reifen geschmacksstarken Käsesorten.

Ducksteiner Original

Rotblond im Glas, das Duckstein Original Foto: Brauerei

Mehr Informationen finden Sie auch auf www.duckstein.de

 

 

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